Bundeswehr
Der britische Historiker und Autor Cyril Northcote Parkinson hat mit der Parkinsonschen Krankheit nichts zu tun. Aber die von ihm, zunächst am Beispiel der britischen Admiralität, erkannte Gesetzmäßigkeit der Bürokratie kann einem Staatsapparat analoge Folgen bescheren.
Bundestagsabgeordnete reisen ja so gern auf Kosten der Steuerzahler in der Welt umher. Warum nicht in der langen Sommer-Sitzungspause wenigstens zeitweise nach Afghanistan? Zumindest all jene, die den Krieg dort befürworten. Und all jene, samt Spitzenbürokraten und hohen Stabsoffizieren, die den Soldaten jahrelang beharrlich notwendige Ausbildung und Ausrüstung todbringend vorenthalten und sie zudem noch mit idiotischen Vorschriften schikanieren.
Die Polit-Oberen glauben ihr Märchen offensichtlich selbst nicht: Sonst hätten sie nämlich längst den Verteidigungsfall gemäß Artikel 115a des Grundgesetzes erklären müssen. Sie bemühen sich aber krampfhaft, die Tatsache zu verschleiern, dass in Afghanistan mit Beteiligung Deutschlands Krieg geführt wird, mittlerweile etwas weniger.
1999 hat sich Deutschland erstmals seit dem 2.Weltkrieg an einem Angriffskrieg beteiligt - auf Jugoslawien, mit unabsehbaren Folgen - völkerrechtswidrig, verfassungswidrig, strafbar. Vor dem NATO-Angriff ist, wie inzwischen bekannt, massiv gelogen worden, um die Bürgerinnen und Bürger antidemokratisch zu manipulieren und die Stimmung entsprechend anzuheizen. Im Kosovo, ursprünglich urserbisch, waren die Serben im Laufe der Zeit gegenüber den Albanern zur Minderheit geworden. Verschwiegen wurde die Tatsache, daß seit den frühen 80iger Jahren die Serben besorgt waren über die Unterdrückung ihrer Landsleute im Kosovo durch die albanische Bevölkerungs-Mehrheit. So Professor Samuel P.Huntington. Verteidigungsminister Scharping erzählte Greuelmärchen („Föten gegrillt”). Den von ihm zitierten „Hufeisenplan” der Serben für die Vertreibung der Kosovo-Albaner gab es gar nicht.
